Künstlerportrait: Claudia Wirth

13. Januar 2017 |

Der Mensch in unserer postmodernen Gesellschaft. Wie zeigt er sich als Individuum in seinem alltäglichen Handeln und in seinen Beziehungen? Dieser Frage geht Claudia Wirth in ihrer figurativen Malerei nach, indem sie beinahe nebensächliche Szenen aus dem Alltagsleben wiedergibt, flüchtige Momentaufnahmen von Menschen, die in ihren Bildern isoliert oder neu zueinander komponiert werden. Der Hintergrund bleibt dabei oftmals monochrom, auf die Beschreibung eines konkreten Ortes wird verzichtet. Dies erlaubt dem Betrachter eine Identifizierung mit den dargestellten Protagonisten, ein "Déjà-vu", das auf den zweiten Blick eigene Handlungsweisen und Haltungen in Frage stellt.

Als Bildträger dient dabei Leinwand genauso wie Papier und Plexiglas. In der Technik der Primamalerei wird die Ölfarbe in dynamischem Duktus direkt auf den Malgrund gesetzt. Der Malvorgang ist dann beendet, wenn die Figuren anfangen zu "atmen", ein Spiel zwischen Farbe und Form, Hell und Dunkel, Warm und Kalt, Licht und Schatten.

"Ich schätze die Leuchtkraft der Ölfarben von KREUL und die gleichbleibend gute Qualität – deshalb verwende ich sie sehr gerne. Vor Kurzem entdeckte ich beim Aufräumen im Keller noch über 30 Jahre alte Tuben mit Ölfarbe, die ich als Teenager im Fabrikverkauf von KREUL erworben hatte – und die immer noch gut sind."

Claudia Wirth, 2016

Aktuelle Ausstellung
"Beobachtungen" – Kultur im Oberbräu, Holzkirchen, 12.03.- 04.05.2017

Website von Claudia Wirth: www.claudia-wirth.de

Hier gezeigte Bilder
at work 1, Öl auf Leinwand, 140x100cm, 2014
at work 3, Öl auf Leinwand, 140x100cm, 2014

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